Brot der Einwohner von Ružindol war in der Vergangenheit von landwirtschaftlicher und Weinbauproduktivität abhängig. Deshalb reagierten sie auf Schwankungen in Ernte oder Anwesenheit der Schädlinge empfindlich und Schäden schrieben sie den Hexen zu. Trnava verurteilte und hinrichtete an der Grenze mehrere wahrscheinlich unschuldige Unglücksmädchen.

Einwohner von Ružindol treffen sich mit dem Nicknamen "Hexenmeister" schon 300 Jahren. Sogar auch der Polyhistor Matej Bel schrieb in seinem Werk Notitia Hungariae Novae II aus dem Jahre: "Die Einwohner von Ružindol sind alle Slowaken und ihre Ehefrauen widmen sich den Zaubern." Diese Frauen widmeten sich wirklich vor allem der Behandlung von Leuten und Wirtschaftstieren. Mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen überholten sie ihre Zeit und fanden kein Verständnis dafür. Die Heilpraktikerinnen wurden für Hexen erst dann gehalten, als sie wegen hohem Stadium der Krankheit nicht mehr helfen konnten.
           
Die Konflikte mit "Hexen" sin seit dem Jahre 1599 bekannt. Es ging meistens um Streite und gegenseitige Verurteilung der Heimischen wegen Problemen mit Ernte, gestohlenem Trauben im Weinberg, Verdorbenheit der schon fertigen Weine, usw.
Die berühmteste Kause war der Prozess mit Katarína Šnajderová im Jahre 1684, die vom Trnavaer Gericht vernommen wurde. Sie wurde wegen Entnahme der Kräfte von Kühen, Feldern, Gärten und Weinbergen angeklagt. Man schrieb ihr auch absichtliche Beschädigung der Gesundheit mehrerer Menschen und Verschwörung mit Teufel zu. Heute weiß man aber, dass sich Katarína nur der Pflanzenheilkunde widmete. Einige ernste Krankheiten konnte sie aber nicht heilen. Auch trotz der Mühe endete sie im Kerker, statt Dank zu bekommen. Ein paar Tage später kam zu ihr auch weitere angeklagte Zuzana Čarpusová. Beide mussten sich den Ordalien, sgn. Gottesgerichten, also der Wasserprüfung unterwerfen. Diese bestätigte, dass sie schuldig waren und deshalb wurden beide an der Grenze todgebrannt, obwohl keine von ihnen trotz Marter ihre Tat gestand.
           
Das Richtersbuch dokumentiert auch den Prozess aus dem Jahre 1744, bei dem zwei angeklagte Bewohnerinnen aus Ružindol Magdaléna genannt Abdonička und Anna Chlebová genannt Jamborka angeklagt wurden und die sich angeblich hinter der Gemeinde in Weinbergen getroffen hatten, um den Nachbarn Schäden auf Eigentum und Gesundheit zu verursachen.  Die Bewohner hatten Angst vor ihnen und hielten sie für Personen, die fähig waren, mit ihren Zaubern Krankheiten, Tod oder Armut an beliebige Menschen richten konnten. Obwohl Opfer und vernommene Zeugen dagegen sprachen, wurden die Frauen von „vorsichtigem und klugem“ Trnavaer Magistrat verurteilt und an der Grenze totgebrannt. Es gab mehrere Zeugen der Hinrichtung: zahlreiche Bevölkerung aus Trnava und Ružindol, pflichtig nahmen auch zwei Senatoren - Vertreter des Magistrats, Vizenotar und Vertreter des Hauptfiskals teil.