Imposante Gebäude, die in der Vergangenheit der berühmten Trnavaer Universität dienten, sind heute Zeuge einer unvergesslichen Zeit. Fakultäten um die Kathedrale des Hl. Johannes Täufers, aber auch Seminare und Adelskonvikt eine Straße weiter kann man bis heute bewundern.

Wegen der türkischen Einfällen und wahrscheinlich auch wegen nationalen Uneinigkeit endeten die Versuche um eine eigene Universität mit Misserfolg. Schließlich wurde sie vom Esztergom Erzbischof Peter Pázmany im Jahre 1635 gegründet - überraschend in der Zeit der größten türkischen Invasion. Obwohl die Universität an die Arbeit des Jesuiten Kollegiums anknüpfte, musste man vor der Eröffnung komplizierte Vorbereitung und Transaktionen überwinden.

Die Anfänge der Universität werden mit der philosophischen und theologischen Fakultät schon verbunden, im Jahre 1666 km dazu juristische und später auch medizinische Fakultät.. Fakultäten befanden sich außer der medizinischen Fakultät in den Gebäuden des Jesuiten Kollegiums , die zusammen mit der Kathedrale einen geschlossenen Komplex von Gebäuden bilden. Die erwähnte medizinische Fakultät wurde als einziges zweistöckiges Gebäude in klassizistischem Stil zugebaut. Später diente Universität der Königlichen Akademie und heute hat hier ihren Sitz die medizinische Fakultät der Trnavaer Universität.

Studentenheime wurden auf der benachbarten Hollého Straße aufgebaut. Es gibt insgesamt fünf Gebäude nebeneinander, wobei der Charakter jedes von ihnen gar nichts über den gesellschaftlichen Status aussagt. Das erste Gebäude, am nächsten von Kathedrale mit dem Namen Adalbertinum wirkt am bescheidensten. Es wurde im Jahre 1619 als Seminar des Hl. Vojtech von Peter Pázmany gegründet und war Zufluchtsort für nicht reiche Studenten. Das Gebäude dient bis heute der Ausbildung. Das Private Tanzkonservatorium hat hier seinen Sitz.

Das Generalseminar Rubrorum (Seminar der roten Kleriker) wurde von Juraj Lippai gegründet und wurde Seminar der ungarischen Theologen. Gründer des barocken Mariánsky Seminar - Marianum war Juraj Selepčeni. Das Gebäude diente zuerst als Universitätstheatersaal, später nach dem Umbau hatte seine Konzerte in dem neuerzeugten gesellschaftlichen Saal und seine neuen Werke präsentierte Nikolaus Schneider - Trnavský allein. Bis heute finden hier gesellschaftliche Veranstaltungen statt.

Das pompöse Gebäude im Stil des wienerischen Barocks ist der Adelskonvikt. Er wurde nach der Instruktion der Maria Theresia in den Jahren 1747-1754 erbaut und diente ausschließlich den Studenten aus Adelsfamilien. Heutzutage ist hier Sitz des Erzbischofsamtes. Das Gebäude des Hl. Štefan - Stephaneum wurde von Nikolaus Olah im Jahre 1724 gegründet und es befindet sich auf Halenárska Straße, immer noch in der Seminarreihe. Es ist ein zweistöckiger vierflügiger Palast, der in seiner reichen Geschichte auch dem erzbischöflichem Vikar diente und später als Waisenhaus für Jungen diente. Heutzutage verläuft hier eine umfangreiche Rekonstruktion.

Weitere Informationen

Öffnungszeiten:
Von den Gebäuden ist während konkreter gesellschaftlichen Veranstaltungen der Saal Marianum zugänglich. Andere Gebäude sind Sitze mehrerer Institutionen, also sie sind nicht zugänglich.
Eintritt:
in Abhängigkeit von der gesellschaftlichen Veranstaltung

 

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Komplex der Universitätsgebäude
Gebäude mehrerer Fakultäten
Univerzitné námestie, Hollého ulicia, Halenárska ulica
Trnava